Am Freitag, den 13. März 2026, fand die 161. Mitgliedervollversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Enns in der Stadthalle Enns statt.
Zahlreiche Ehrengäste verliehen der Veranstaltung einen würdigen Rahmen. Neben Ennser Vertretern aus der Politik, darunter Ehrenbürger und Präsident des Bundesrates a.D. Prof. Gottfried Kneifel, Bürgermeister Christian Deleja-Hotko, Altbürgermeister Franz Stefan Karlinger sowie viele Mitglieder des Ennser Stadt- und Gemeinderates, zeigten auch Vertreter befreundeter Einsatzorganisationen großes Interesse an der Arbeit der Feuerwehr. So waren Abordnungen des Bundesheeres mit Militärkommandant Dieter Muhr an der Spitze, des Roten Kreuzes Enns sowie der Nachbarfeuerwehren Asten, Ennsdorf, Hargelsberg, Kronstorf, Rohrbach, Steyr und St. Valentin vertreten. Auch zahlreiche Vertreter der Ennser Wirtschaft zählten zu den Ehrengästen.
Kommandant ABI Alfred Stummer führte durch den Abend und berichtete über ein ereignisreiches und forderndes Feuerwehrjahr 2025. Mit insgesamt 28.166 geleisteten Stunden erreichten die Mitglieder der Feuerwehr Enns einen neuen Höchstwert im Einsatz für die Sicherheit der Ennser Bevölkerung. Allein 6.350 Stunden entfielen auf 392 Einsätze, ebenfalls ein neuer Rekord. Zum Vergleich: In den Jahren 2020 bis 2024 lagen die jährlichen Einsatzstunden im Durchschnitt bei 4.478 Stunden. Damit lag der Aufwand im Jahr 2025 um rund 41 Prozent über dem Mittelwert der fünf Jahre zuvor. Eine derartige Steigerung wird normalerweise nur in Jahren mit Großschadensereignissen verzeichnet – ein solches blieb 2025 glücklicherweise aus. Dennoch stellte das Jahr mit drei Großbränden mit Alarmstufe II, zahlreichen weiteren Brandeinsätzen sowie vielen technischen Einsätzen eine außergewöhnliche Herausforderung dar, die von den Kameraden der Feuerwehr Enns hervorragend bewältigt wurde.
Neben dem hohen Einsatzaufkommen galt es auch, dem größten Projekt der letzten vier Jahrzehnte besondere Aufmerksamkeit zu widmen: dem Neubau des Feuerwehrhauses. Nach rund neun Jahren Planungs- und Bauzeit befindet sich das Projekt nun in der finalen Phase. Viele Stunden Eigenleistung wurden von den Kameraden investiert. Im Februar 2026 konnte das neue Gebäude bereits bezogen werden. Bis zum Sommer wird das Projekt mit dem Abbruch des alten Feuerwehrhauses sowie dem Bau des Katastrophenschutzlagers vollständig abgeschlossen.
Auch im Bereich der Fahrzeugausstattung wurde 2025 ein wichtiger Schritt gesetzt. Mit dem neuen Wechselladerfahrzeug mit Kran (WLK-K1) wurde die Modernisierung des Fuhrparks weitergeführt. Gemeinsam mit dem Abrollcontainer AB Rüst/Kran ersetzt dieses Fahrzeug den bisherigen Lastwagen als Begleitfahrzeug für den Stützpunktkran (WLF-K2 KS). Damit verfügt die Feuerwehr Enns nun über zwei Trägerfahrzeuge für das modulare Abrollcontainer-System, wodurch dieses noch vielseitiger eingesetzt werden kann.
Ein besonderer Programmpunkt des Abends war die Ehrung des Feuerwehrnachwuchses. Fünf Mitglieder der Kinderfeuerwehr erhielten nach erfolgreich abgelegter Prüfung das „Flori-Abzeichen“. Besonders erfreulich ist für Kommandant Stummer, dass im vergangenen Jahr erstmals vier Mitglieder der Kinderfeuerwehr im Alter von zehn Jahren in die Feuerwehrjugend überstellt werden konnten.
Nach der Erprobung der Feuerwehrjugend im Februar wurden im Rahmen der Versammlung auch Beförderungen vorgenommen.
Im Aktivstand konnte Kommandant Alfred Stummer neben Florian Richter und Simon Rieß, die aus der Feuerwehrjugend in den Aktivstand übertraten, auch Johannes Kiermair und Simon Turner, die bereits ausgebildete Feuerwehrmänner sind und zur Feuerwehr Enns wechselten, begrüßen. Mit Franjo Ciglar, Florian Kiebler und Markus Perlinger wurden in Summe sieben neue Mitglieder in feierlichem Rahmen angelobt.
Für ihre langjährigen Verdienste im Feuerwehrdienst wurden mehrere Mitglieder ausgezeichnet:
Christof Kerschbaumer erhielt die Oberösterreichische Feuerwehr-Dienstmedaille für 25 Jahre, Johann Strasser für 40 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr Enns. Huber Mayrhofer wurde mit einer Ehrenurkunde des Oberösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes für seine 60-jährige Mitgliedschaft geehrt.
Kommandant Alfred Stummer bedankte sich zudem mit einer Dankesplakette beim ehemaligen Kommandanten der Feuerwehr Ennsdorf, Alexander Redl, für die langjährige gute Zusammenarbeit.
Die Auszeichnung „Florian 2025“ wurde an Norbert Kneifel verliehen. Er wurde damit für die Organisation der Bausteinaktion für das neue Feuerwehrhaus sowie für seine jahrzehntelange Tätigkeit im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und als Schriftführer geehrt.
Der Abend klang anschließend in gemütlicher Kameradschaft aus.
Wir bedanken uns bei Hannes Draxler für die tollen Fotos!