Zeckenschutzimpfung

Zecken halten keinen Winterschlaf, sind aber bei kühlen Temperaturen in ihrer Beweglichkeit stark eingeschänkt oder verfallen sogar in eine Art Winterstarre. Trotzdem gibt es keine Jahreszeit, in der man nicht von einem Zeck befallen werden kann - nur ist es im Winter unwahrscheinlicher (Außerdem: wer geht den auch im Winter mit kurzer Hose und Kurzarmleiberl im Wald spazieren).

Jetzt im Frühjahr, wo die Temperaturen wieder steigen, werden die Zecken auch wieder aktiv.

 

 

Warum überhaupt dieser Artikel - warum sind Zecken für uns eine Gefahr?

Durch einen Zeckenbiss können Krankheitserreger übertragen werden. In erster Linie sind das FMSE und Borriliose.

FMSE

Die Frühsommer-Meningoenzephalitisist eine durch das FSME-Virus ausgelöste Erkrankung. Die Übertragung erfolgt beim Stechen durch die Zecke durch ihren Speichel.  Die Erkrankung verläuft mit grippeähnlichen Symptomen, Fieber und bei einem Teil der Patienten kommt es dann noch zur einer  Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten.
Ein Teil der Patienten mit Hirnhautentzündung leiden über lange Zeiträume an Lähmungserscheinungen, Schwerhörigkeit, verringerter Leistungsfähigkeit, depressiven Verstimmungen oder anderen Beeinträchtigungen.

Gegen FMSE kann man sich impfen lassen. Nach der 3-teiligen Grundimpfung hat der Körper die Grundimmunisierung erreicht, nach 3 bzw. in der Folge dann nach 5 Jahren ist eine Auffrischungsimpufung erforderlich.

Borreliose

Gegen diese Krankheit gibt es noch keine Impfung. Der beste Schutz vor einer Borreliose ist das schnelle Entfernen der Zecken. Die Borrelien befinden sich im Mitteldarm der Zecke. Daher findet keine Infektion in den ersten 12 bis 24 Stunden nach Saugbeginn statt.

Hat man sich infiziert, treten im ersten Stadium in einigen Fällen ringförmige Hautrötungen um den Zeckenstich sowie Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und erhöhte Müdigkeit auf. Eine Diagnose ist durch den Laien aufgrund der Ähnlichkeit zum grippalen Infekt nicht eindeutig möglich. Daher sollte bei Verdacht unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Die Behandlung erfolgt dann in der Regel mit Antibiotika.

Und zum Abschluss noch ein paar Tipps:

  • Meiden sie die Aufenthaltsort der Zecken. Gehen Sie nicht durch Gebüsch, Unterholz oder hohe Gräser. Rasten Sie nicht am Waldrand, an Heuhaufen und im dichten Unterholz.
  • Tragen Sie geschlossene und helle Kleidung. Je mehr Haut bedeckt ist, um so besser. Feste Schuhe (keine Sandalen), lange Hosen und Hemden mit langen Ärmeln machen es den Zecken schwer. Auf heller Kleidung erkennt man Zecken schneller.
  • Verwenden sie Zeckenschutzmittel. Diese gibt es einerseits zu kaufen, es gibt aber auch Naturstoffe wie z.B. Lavendel- und Nelkenöl, die das Risiko eines Zeckenbefalls vermindern sollen. Lavendelöl sollte dafür auf Schuhe und Strümpfe geträufelt werden.
  • Nach dem Spaziergang suchen sie ihre Kleidung und Ihren Körper nach Zecken ab. Wechseln sie wenn möglich die Kleidung. Zecken krabbeln auf der Kleidung und suchen nach freier Haut und warmen Körperstellen. Beachten sie: junge Zecken sind sehr klein (0,5 mm) und zwischen den Haaren nur schwer zu erkennen.
  • Je rascher eine Zecke entfernt wird, desto geringer ist die Gefahr einer Infektion. Es dauert mindestens ein bis zwei Stunden, oft auch bis zu zwölf Stunden bis der Saugakt und damit die Krankheitsübertragung beginnt. Nie die Zecke mit Öl, Klebstoff oder Creme vor dem Entfernen ersticken, sondern die Zecke mit einer Zeckenzange, Zeckenschlinge, Zeckenkarte oder den Fingernägeln entfernen. Man packt die Zecke dabei an ihren Saugrüssel unmittelbar an der Hautoberfläche und hebelt sie vorsichtig heraus. Ein Quetschen der Zecke muss unbedingt vermieden werden, da sonst das Infektionsrisiko erhöht wird. Die Stichstelle sollte danach gewaschen und mit Alkohol desinfiziert werden.

 

 

eine vollgesogene Zecke

Der Lebensraum der Zecken:

lange Gräser
Unterholz und Gebüsch

Gerade weil Zecken so klein sind und dadruch in der Natur praktisch nicht gesehen werden können sind sie so gefährlich