30.03.2019 20:47
Kategorie: Ausbildung

Zugsübung gemeinsam mit dem Roten Kreuz


Übungsannahme:

Bei einer Kellerparty von Jugendlichen kam es zu einer kleinen Explosion, die alle Anwesenden mehr oder weniger schwer verletzte und einen Kleinbrand mit starker Rauchentwicklung auslöste.

Übungsablauf:

Beim Eintreffen unseres Einsatzleiters wurde dieser vom Grundstückseigentümer bereits erwartet und zur Unglücksstelle geleitet. Über die Anzahl von verletzten Personen konnte er keine Angaben machen.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung war es dem Einsatzleiter nicht möglich, den Unfallort zu erkunden. Außerdem waren 3 Jugendlich bereits aus dem Keller geflüchtet und redeten hysterisch auf den Einsatzleiter ein. Auch von ihnen konnte keine Angabe zu der Anzahl von Personen im Keller in Erfahrung gebracht werden.

Das eintreffende TLF bekam die Aufgabe unverzüglich die verletzten Personen aus dem Keller zu retten. Gleichzeitig wurde eine Löschleitung aufgebaut, um den Brand bekämpfen zu können.

Inzwischen sind auch die ersten beiden Rettungswagen eingetroffen und begannen mit der Versorgung der Verletzten. Weitere Rettungswägen wurden angefordert.

Der Atemschutztrupp des inzwischen eingetroffene ULF wurde zur Unterstützung bei der Rettung der Personen aus dem Keller eingesetzt.

Erschwerend kam hinzu, dass der Kellerabgang schmal war und am Ende im rechten Winkel in den Kellerraum ging. Somit war der Abtransport der verletzten Personen nicht einfach. Schaufeltragen konnten nicht eingesetzt werden, nur Tragetücher.

Nach und nach kamen noch zusätzliche Rettungswagen und Ausrüstung für Großereignisse. Die Verletzten wurden erstversorgt, "katalogisiert" und dann zum Abtransport freigegeben.

ein Danke

  • an alle, die an der Vorbereitung dieser sehr realitätsnahen Übung beteiligt waren
  • an den Besitzer des Grundstückes, auf dem die Übung stattfinden konnte
  • den Teilnehmern an der Übung (vom Roten Kreuz und von der FF Enns), die einige Stunden ihrer Freizeit geopfert haben, um im Falle des Falles raschest Hilfe leisten zu können
  • und nochmals den Teilnehmern, die mit großer Professionalität, vollem Einsatz und vollem Ernst die Übung absolviert haben. 

Rettung einer Person über die enge Stiege - es muss schnell gehen, damit die nächsten Personen rausgeholt werden können

Betreuung einer verzweifelten Person

Verletzte werden zum Versorgungsplatz gebracht - und dann schnell wieder zurück an den Einsatzort

zusätzliche Rettungskräfte rücken an

Erstversorgung

man sieht den dichten Rauch im Kellerabgang - im Keller selber war er noch dichter

nach 20 anstrengenden Minuten war die letzte Person aus dem Keller gerettet

Kontrolle der Drücke in den Atemschutzflaschen am Atemschutzsammelplatz

der voll belegte Versorgungsplatz

Übungsannahme: ein Feuerwehrmann hat sich beim Einsatz verletzt

der Einsatzort, nachdem der Rauch zum Großteil bereits entfernt wurde

Übungsnachbesprechung